Spirituelle Astrologie

Spirituelle Astrologie
Spirituelle Astrologie bemüht sich, die Symbole am Himmel als lesbare Hinweise zu verstehen für eine kosmische Sprache. So langsam beginnen wir den Menschen zu begreifen als ein kleines Fraktal innerhalb einer kosmischen Grossfraktale, in der jede kleine Einheit eine Abbildung der Grossen All -Einheit und untrennbar mit dieser verbunden ist. ‚Wie oben so unten’ ist die hermetische logische Weltformel in http://kosmischesymbole.blogspot.com/

Sonntag, 22. April 2012

Die YOD-Figur, ein hochbrisanter Bewusstseinsraum

Aspektfiguren im Horoskop sind Bewusstseins- und Lebensräume. Einige von ihnen tragen Informationen und Anforderungen, die erst noch bewusst gemacht werden wollen. Zu ihnen gehören Hexagramm, YOD-Figur, Drache, Couvert, Quadrat, Trigon und Leistungsdreieck u.a (Links führen zu Astro-Wiki - Astro-Dienst - http://www.astro.com/).

Die Yodfigur wird auch Finger Gottes genannt, weil das Grosse Oben seinen Finger in eine Wunde des Menschen legt. Mit den beiden saturnischen Quincunxen tritt etwas Schicksalhaftes, Numinoses in das Leben ein, das aus der Vergangenheit stammt und jetzt gelöst werden will. In der Yodfigur eines Menschen oder eines Ereignisses ist der Spitzenplanet an den Quincunxen immer der Punkt im Horoskop, wo familiäre Schicksale, sippenhafte verdrängte Ereignisse oder Fehlverhalten von Menschen verdrängt wurden, weil sie nicht verkraftet werden konnten. Sie bilden ein Schicksalsereignis, das darauf wartet, gelöst oder erlöst zu werden.

Aspektlinien sind einfache Denkspuren, die sich, einfällig gegeben, ganz unmittelbar aufdrängen und, wie die Wolken am Himmel, wieder verschwinden. Aspektfiguren im Horoskop repräsentieren Räume des bewussten Seins, die der Mensch erst noch bewusst machen muss. Diese Räume bleiben erhalten und wollen bearbeitet und ins Bewusstsein integriert werden. Alle Bewusstseinsräume haben einen archetypischen Urgrund im Sein und sind von einem archetypischen Herrscher bestimmt. Bei der Yodfigur ist es Saturn, der sein karmisches Anliegen an den Menschen in den Quinkunx-Aspekt legt. Mit ihren beiden Quincunxen ist es daher die Yodfigur, die etwelche karmischen Anliegen des Menschen in sich trägt.


Wie kann der Mensch nun in dieser Yodfigur bewusst leben? Wenn wir uns nun bewusst dieser Figur nähern, so sind es nicht nur die beiden saturnischen Quincunxe, die diesen Menschen zwischen Vertrauen und Misstrauen hin und herwerfen, sondern es ist das magnetisch anziehende venusische Sextil, seine Liebesenergie, das ihm vertraut den Zugang schafft und als Projektionsfläche des Spitzenplaneten zeigt, wie dieses Lebensthema gestaltet ist.


Es gibt zwei Yodfigur-Typen, eine mit und eine ohne Mittelopposition. Ohne Mittelopposition ist es eine karmische Lebensaufgabe, die in diesem Leben bearbeitet und gelöst werden soll. Mit Mittelopposition ist es ein karmisches Lebensprojekt, bei dem etwas projektiv und aktiv bearbeitet und im Kleinen Auge zu erlösen ist. Das Kleine Auge der Erlösung gibt dem Menschen wieder die Möglichkeit des Zugangs zum Licht


Beispiel, Yodfigur ohne Mittelopposition

Im nebenstehenden Beispiel ist es Pluto mit Krebs-Energie im 3. Haus der Kommunikation. Dies bedeutet, dass die emotionale Krebs-Energie, die als Kind eigentlich in jedem Menschen ist, bei diesem Beispiel im Hades plutonisch eingekerkert ist. Ein familiäres Ereignis hat diesen Menschen sprachlos gemacht und ihn emotional unterdrückt. Sein Lebensthema ist es daher, die verdrängten Emotionen durch das gesprochene Wort emotional zu befreien. 
Die beiden saturnischen Quincunxe stellen einen ambivalenten Zwiespalt dar, zwischen Vertrauen und Misstrauen sich zu entscheiden. In diesem Falle geht es darum, Emotionen zuzulassen oder sie weiter unterdrückt zu lassen. In diesem Zwiespalt weiter zu leben würde heissen, ein grossartiges Potenzial nicht zu leben. Den Zwiespalt zu lösen bedeutet, sich auf die Projektion im Sextil einzulassen.

Das Sextil zwischen Jupiter im Wassermann H10  (der ultimative Quantensprung) und Sonne in Schütze H7 (die Liebe zur Weisheit) enthält die emotionale Lösung des Lebensthemas. Beide Planeten sind 0-Grad-Planeten und daher spiritueller Art. Er löst sich aus allen profanen Bindungen und begibt sich emotional in eine Welt des Geistes.
Das Lebensthema dieser Yodfigur ist es, sich emotional auf die kosmische Weisheit einzulassen und Philosoph zu sein. Das bedeutet Entwicklung und Schicksal zugleich.


Beispiel, Yodfigur mit Mittelopposition
Wenn die YOD-Figur zudem eine Mittelopposition aufweist, so erhält die gestellte Lebensaufgabe zielgerichtet ein bestimmtes Lösungspotenzial, das durch den Mittelplaneten im sogenannten Kleinen Auge gekennzeichnet ist. Der Mensch wird zum Vollstrecker einer übergeordneten Lebensaufgabe. Immer bleibt es aber des Menschen freie Entscheidung, ob er die Aufforderung annehmen will oder nicht.



YOD  mit Mittelopposition
Im  nebenstehenden Beispiel ist es Lillit mit Steinbock-Energie, die das Lösungspotenzial im Kleinen Auge vorgibt. Wie nähern wir uns nun diesem Bewusstseinsraum der Erlösung, der ja  grünblau-mental bestrahlt ist? 
Hier tritt ein Problem auf, Lillit ist kein Planet, sondern ein sensitiver Punkt. Und sensitive Punkte können zwar Aspekte erhalten, nicht aber solche aussenden.

Halbsextile bilden ein besonderes Einfühlungsvermögen, ein fühlend-hörendes Hineinspüren in das, was sich aussprechen möchte. Wir haben es hier mit einem inspirativen Zugang zu tun, der volle Aufmerksamkeit und Gegenwartsnähe im Hier und Jetzt erfordert. Es ist, als ob die Tür nur geöffent wird, wenn wir unsere gesamte und ungeteilte Aufmerksamkeit dem Thema widmen. 

Im angegebenen Beispiel hat Lilith folgende Bedeutung::
Lilith ist der zweite Mittelpunkt der Mondumlauf-Ellipse um die Erde, in deren erstem Mittelpunkt die Erde steht. Viele sagen dazu 'Der dunkle Mond'. Richtiger wäre es zu sagen 'Die dunkle Erde' oder ' Die Schattenerde', weil es eine dunkle ungeliebte Welt der Schatten ist. Weil nun einer der grössten und verheerendsten Schatten der Menschheit die Unterdrückung des Weiblichen durch das Patriarchat ist, die Reaktion  einer Priesterkaste auf das Matriarchat im Stierzeitalter, so ist der Hälfte der Menschheit unermessliches Leid zugefügt worden, ohne dass dies bisher gelöst worden ist. In der Yodfigur dieses Beispiels brechen die Leiden, Sorgen und Nöte der Be- und Verdrängten auf Mutter Erde in das Lebenswerk des Menschen ein. Der Lillitpunkt an der Spitze mit dem kleinen Auge trägt dieses Leid zum Horoskopinhaber, um eine Lösung zu finden

Lassen wir uns aber auf diese zielgerichtete Lebensaufgabe ein, so treten wir in einen übergeordneten Bewusstseinsraum ein und werden zum Vollstrecker des 'Finger Gottes'.

Hamaker-Zondag sagt dazu: Diese Figur hat eine einschneidende Bedeutung. Die Wirkung der Yod-Figur steht mit den Problemen in einer Familie über mehrere Generationen hinweg in Zusammenhang. Menschen mit Yod-Figuren sind oft von Kindesbeinen an Außenseiter und haben schon jung mit Unsicherheit und dem Gefühl, anders zu sein, zu kämpfen.
Und genau der oben angesprochene Zweifel sollte ja auch Anlass sein, die eigene Familienhistorie genauer anzuschauen. Wenn diese Angaben, insbesondere die Sippenproblematik stimmen, dann müsste dies vom Horoskopeigner auch gespürt werden können bzw. es könnten Ereignisse im Leben auftreten, die mit einer solchen Problematik zusammenhängen. Die Yodfigur sagt aus, dass eine Sippenenergie hier im Leben des Horoskopinhabers zutage treten und erlöst werden möchte.

Iakchus hat dazu in http://www.esoterikforum.at/forum/sh...ad.php?t=32354 einen Beitrag geschrieben: Mir kam es neulich in Gedanken als ein Bild, eine unglaubliche Distanz muss beim Yod überwunden werden. Es ist aber nicht einfach nur eine Distanz, sondern es gibt einen Druck oder eine gewisse Drangsal das zu tun. Wie ein andauernder Fluch, bis dass man sich dahinter klemmt.
Vielleicht wirkt das Sextil dabei auch noch verstärkend (anstatt verharmlosend?), und zwar in Bezug zu den beiden Planeten, die den dritten, der durch Quinkunxe anvisiert wird, erreichen wollen. Anscheinend sind die beiden durch Sextile verbundenen Planeten erst das Problem (. . .  die Lösung des Problems, der Verfasser). Jedenfalls, insgesamt bündelt sich ein natürliches Verlangen etwas zu vollenden, und es ist aber sehr weit weg und braucht grosse Anstrengung und "Gewichteheben". Vielleicht vergleichbar mit einem Auto, das man in der Garage hat, und es ist aber ein Reifen oder etwas anderes zu reparieren und deswegen, weil man diese Aufgabe noch nicht bewältigt hat, kann man damit noch nicht fahren; es ist als würde man das Auto (=Talent, Möglichkeit) ungenutzt in der Garage haben. Aber man weiss, dass man ein Auto hat, man weiss es sehr gut und kann es nicht ertragen, das Auto ungenutzt zu lassen.
Und das Sextil ist es, was einem den Ersatzreifen oder das Ersatzteil vielleicht hinstellt, womit sozusagen die "Möhre" vor eines Menschen Nase gehängt wird.


Iakchus spricht m.E. von einem Gehemmtsein, etwas, was Energien im Leben bindet und den Erfolg versagt.
Sextil im Yod ist die Projektionsfläche, auf der das Sippenproblem gefunden werden kann. Und das Kleine Auge darüber ist die Suchfigur, die uns zeigt, wie dies im Leben wirkt und wie es zur Lösung kommen kann. Die Mittel-Opposition ist wie ein Förderschacht, mit dem die karmische Sippenproblematik ins jetzige Leben gefördert wird und vom Horoskopinhaber erlöst werden soll.

Das Auge - die kleine Suchfigur
Mit Lilith und ihrer grünen Halbsextil-Aspektierung werden die Schatten der Vergangenheit sichtbar und es kann intuitiv geklärt werden, wie ihre Lösung und Erlösung erfolgen kann. Diese Yodfigur mit Auge hat nur 0-Grad Planeten. Es bedeutet, dass es sich um ein kollektives Problem und eine kollektiv-spirituelle Problemlösung handelt. Hierauf weisen auch die Stellung der Lilith am MC und der archetypische Zeichenbereich von Schütze bis Wassermann und Sonne auf 0 Grad Steinbock, also absolut tiefster Sonnenstand hin.

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