Spirituelle Astrologie

Spirituelle Astrologie
Spirituelle Astrologie bemüht sich, die Symbole am Himmel als lesbare Hinweise zu verstehen für eine kosmische Sprache. So langsam beginnen wir den Menschen zu begreifen als ein kleines Fraktal innerhalb einer kosmischen Grossfraktale, in der jede kleine Einheit eine Abbildung der Grossen All -Einheit und untrennbar mit dieser verbunden ist. ‚Wie oben so unten’ ist die hermetische logische Weltformel in http://kosmischesymbole.blogspot.com/
Posts mit dem Label Bewusstseinszentren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bewusstseinszentren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. Februar 2016

Der astrologische Zugang zum Selbst

Der innere Kreis im Horoskop
Der innere Kreis im Horoskop repräsentiert astrologisch den Wesenskern im Menschen. Der Wesenskern ist die ewige geistige Wesenheit im Menschen, eine dualistische Schöpfung aus Gott, anfangs göttliches Licht vom Lichte Gottes, durch die Dualität von Licht und Schatten abgespalten von Gott und dem göttlichen Willen. Der eigene Wille des Sein-, Haben- und Bedeuten-wollens schafft Karma und Schatten. Der Wesenskern ist durch die Anhäufung von Karma nur noch der Schatten des göttlichen Lichtes. Das göttliche Licht im Menschen erleidet Verdrängung in die innere Unendlichkeit im Herzzentrum, dem 12-blättrigen Lotos. Der Mensch ist nur noch ein Schatten seines (Licht-) Selbst durch das Karma, das er angehäuft hat.

Dualität ist nicht Polarität:
Polarität ist Gleichartigkeit, Einheit im Gegenüberstehen, wie Mann und Frau, YIN und YANG.  
Dualität ist Abhängigkeit, wie Licht und Schatten, Gut und Schlecht, Gott und Teufel. In der Dualität ist Schatten dort, wo kein Licht ist. Schlecht ist da, wo das Gute fehlt. Der Teufel ist da, wo Gott nicht ist.


Umgeben vom physischen Körper (Häuser), seinem Lebensenergieleib (Sternzeichen) und seiner astralen Seelen-Psychodynamik (planetare Entitäten) macht sich die geistige Wesenheit durch ihr Bewusstsein (Aspektarium) bemerkbar. Der innere Wesenkern des Menschen ist umgeben von der Bewusstseinsschaltung, den Aspektverbindungen zwischen den Planeten. Der bewusste Zugang zum inneren Wesenskern kann astrologisch jedoch allein durch die Oppositions-Aspektlinien erfolgen, die den inneren Wesenskern als einziger Aspekt erschliessen.  

Die Opposition als Zugang zum Wesenskern:
Es gibt drei Arten von Oppositions-Aspektlinien zum Wesenskern:
.1 eine Opposition zwischen zwei planetaren Entitäten, 
.2 Opposition zwischen auf- und absteigendem Mondknoten und 
.3 der archetypische Lebensbaum als Zugang zum inneren Selbst


Das nebenstehende Beispiel zeigt alle drei Arten des Zugangs zum inneren Selbst. 
.1 Opposition Mond - Chiron und Opposition Pluto - Lilith
.2 Aufsteigender Mkn im Skorpion und absteigender Mkn im Stier
.3 Archetypischer Lebensbaum zwischen 30 Grad Krebs und 30 Grad Steinbock, in diesem Radix identisch mit der Mittelopposition in der Pluto-Lilith Yodfigur.


Auflösung der Polarität
Damit ist der bewusste Zugang zum Wesenskern auf das Entweder - Oder der Oppositionen beschränkt, die sich psychodynamisch als Polarität im Menschen äussert. Polarität bedeutet jedoch  nicht nur, zum Sowohl - Als auch zu gelangen, dem Ausgleich der Gegensätze, sondern auch und insbesondere, zur einenden Synthese zu kommen, womit die Gegensätze ihre Existenz verlieren. Ganz praktisch bedeutet dies Selbstwerdung, Auflösung von Karma im Wesenskern des Menschen.
 
 
Der Zugang zum Wesenskern
Die uralte indische Kultur ist uns wissenschaftlich und rational orientierten Westlern in dieser Frage weit überlegen. Im Sat chakra nirupana (engl.) wird die Psychodynamik der Lotosblumen-Bewusstseinszentren im Menschen detailliert dargestellt. In den Seins-Prinzipien (dt.)werden die Aufgaben zur Selbstwerdung in den Zentren eingehend beschrieben. 

Im Zusammenhang mit der Astrologie bilden sich die sieben Bewusstseinszentren auf der Opposition zwischen Krebs und Steinbock stufenweise ab, archetypisch repräsentiert durch den Lebensbaum, der in jedem Menschen urständet. Zwischen dem unteren 4-blättrigen Kundalini-Krebslotos und dem oberen 1000-blättrigen Lichtlotos herrscht die Lebensenergie-Spannkraft im Menschen. Der mittlere 12-blättrige Herzlotos liegt nicht nur auf der marsischen Rajas-Lebensdurchsetzungsstufe und der skorpionischen Transformationsstufe, sondern repräsentiert auch den inneren Wesenskern, das Selbst im Menschen.


Der innere Wesenskern
Astrologisch kann jeder Oppositionsaspekt zur Erfahrung des inneren Wesenskerns herangezogen werden. Aus archetypischer Sicht hingegen ist es vorteilhaft, von der Lebensbaum-Achse Krebs - Steinbock mit der Kundalini - Geist Polarität auszugehen. Glaubensbestrebungen, aus dieser Polarität eine Dualität zu machen, also Kundalini vom Geist abhängig zu machen, im Sinne von, wo Kundalini ist, da ist kein Geist, sind fehlgeschlagen. Dies hat nur zu einer extremen sexuellen Verteufelung der Kundalini-Lebensenergie im Menschen geführt und den Lilith-Verdrängungskomplex gestärkt, was grosse Teile der Menschheit karmisch belastet und viele ins Verderben geführt hat.


Wie jede Polarität streben die beiden Pole von Kundalini und oberstem Geist im Menschen eine Vereinigung im Licht des Herzzentrums, dem menschlichen Wesenskern an. 
In Analogie zu Demut und Gnade, Gebet und Erhörung, Bitte und Erlösung werden im Herzzentrum sowohl Krebs-, als auch Steinbockenergie zu einer Ganzheit vereinigt. 
                          
Daher gibt es im12- blättrigen Herzlotos ein Hexagramm mit einem Trigon nach oben (Lebensenergie) und einem Trigon nach unten (Geist), die hier zu einer Einheit verschmelzen und die Polarität in der Synthese auflösen zu einer bewussten Vergeistigung der Sexualität. Dies kann eine tantrische Vereinigung, aber auch eine Verschmelzung im Licht sein. In der tantrischen Vereinigung wird Kundalini im Herzzentrum vergeistigt. Die Verschmelzung im Licht führt zu einer lustvollen Vereinigung in liebevoller Gemeinsamkeit

Samstag, 13. Februar 2016

Der Lebensbaum im Horoskop

.1 Der archetypische Lebens- und Weltenbaum
In vielen kulturellen Traditionen gibt es einen Lebens- und Weltenbaum. Astrologisch hat der Lebens- und Weltenbaum seinen  archaischen Ursprung und seine Wurzeln im weiblich-männlichen Ausgang des Löwe- und Beginn des Krebszeitalters vor etwa 11000 Jahren, als der Frühlingspunkt seinen Übergang vom Sternzeichen Löwe ins Sternzeichen Krebs hatte.


Entlang dieser Systematik streckt sich der archetypisch-kosmische Weltenbaum von 30 Grad Krebs bis 30 Grad Steinbock mit seinen sechs Kulturstufen. Der kosmische Weltenbaum findet seine Entsprechung im Rückgrat des Menschen mit den sechs Lotosblumen-Bewusstseinszentren, im sephirotischen Lebensbaum der Kabbala als dessen mittlere Achse zwischen Mond in Jesod und an dessen Spitze Saturn in Kether. In den verschiedensten Kulturen ist dieser Weltenbaum ein Symbol für das Leben als auch für das Hinaufwachsen der Menschheitsentwicklung und des Menschen aus den eigenen kulturellen Wurzeln hinauf zum Licht des Lebens.

.2 Die siebente Kulturstufe

Eigentlich sind es ja nicht sechs, sondern sieben Kulturstufen. Dies wird deutlich beim Betrachten der 1000-blättrigen Lotosblume, die alle sechs Blumenblüten 4-6-10-12-16-2 = 50 Blütenblätter in sich vereinigt. Mit der Zahl 20 malgenommen, als Symbol der alle 20 Jahre stattfindenden astrologischen 'Königskonjunktion' von Jupiter und Saturn, dem Stern von Bethlehem, die Jesus den Beinamen 'König' eingetragen hat, ist der 1000-blättrige Lotos gekennzeichnet, der in jedem Menschen veranlagt ist. 
Der 1000-blättrige Lotos ist das Symbol der siebenten Kulturstufe des Lichtes. Er verleiht dem Menschen die Energie, jedes zweite Blütenblatt der sechs unteren Lotosblumen mit einem neuen Buchstaben zu versehen, womit ein neues 25-teiliges Alphabeth im Lebensbaum des Menschen entstehen kann. Bis heute ist jedes zweite Blütenblatt der Lotosblumen-Energie nach den Seins-Prinzipien im Menschen bereits ausgebildet. Die dazwischen liegenden Blütenblätter werden in der siebenten Kulturstufe des Lichtes zu einer neuen Sprache des Lichtes führen.


.3 Energien der Chakren und kabbalistische Sephirot


Nach gründlichem Studium des Buches 'Die Kabbala als christlich-jüdischer Einweihungsweg' von Elias Benedikt kann auch der kabbalistische Sefirot-Lebensbaum als eine Analogie zur energetischen Lebensbaum-Weltenachse erkannt werden. 


In der beigefügten Grafik sind die Entsprechungen der Lotosblumen-Bewusstseinszentren im Menschen mit den  Sefirot Bewusstseinsräumen auf der mttleren Shekhinah Lebensachse enthalten. Sie sind die 'Seins-Prinzipien' unserer seelischen Erdenwirklichkeit.


Elias Benedikt beschreibt in seinem Buch, in welcher Weise die drei Säulen des sefirotischen Lebensbaumes den drei Hauptbahnen der Shushumna, Ida und Pingala im Kundalini-Yoga entsprechen. Die nebenstehende Zeichnung zeigt die Entsprechungen der Lotosblumen-Bewusstseinszentren mit den Sephirot im Lebensbaum.


Die sieben Chakren stehen in enger Beziehung zu den sieben entelechialen Ebenen oder Bewusstseinsstufen des Kabbala-Lebensbaumes (S.333 und 334).


Nach den Seins-Prinzipien hat der 4-blättrige Wurzellotos im Menschen seine Entsprechung zu Malkhut, dem Königreich, das ebenfalls vier Unteraspekte in den vier Elementen hat.

Das Sakral- oder Sexualzentrum (Svadhisthana-Chakra) als sechsblättriger Lotos hat seine Entsprechung zu Jesod.
Manipura-Chakra mit seinem Sitz im Solarplexus entspricht der Hod-Nezach-Ebene

Manipura ist das Zentrum unserer vegetativen Steuerung, unserer Vitalkraft und unserer Empfindsamkeit.

Anahata-Chakra, der zwölfblättrige Lotos des Herzens, entspricht der Sephira Tiferet. Beide verkörpern die Wesensmitte des Menschen. Das Besondere am Herzzentrum ist das sechsstrahlige Hexagramm, ein Weisheitssymbol aus den beiden Trigonen der Demut und der Gnade und unterhalb das kleine Stille Kämmerlein, in dem das Ich Bin, das innere Licht des Lebens und der Liebe bewusst gemacht werden kann.

Geburah und Hesed korrespondieren mit dem Hals- oder Vishudda-Zentrum, dem 16-blättrigen Lotos.


Das sechste Zentrum ist das Ajna-Chakra, der zweiblättrige Lotos an der Stirn zwischen den Augen, dort wo das dritte Auge seinen Sitz hat. Dieses Zentrum korrespondiert mit der Sephiroth-Ebene Binah und Chokhmah. 

Das Sahasrara-Zentrum ist die Entsprechung zwischen Kether und dem 1000-blättrigen Lotos. Beide sind Sitz des höchsten Bewusstseins, das alle anderen Zentren energetisch mit einschliesst und das den Erwachten in einen hellen Lichtschein hüllt.

In der Yoga-Tradition möchte die im Menschen im vierblättrigen Lotos schlummernde göttliche Kundalini-Energie erweckt und zur Entfaltung gebracht werden. Diese Schau entspricht völlig der Kabbala. In der Sefira Malkuth liegt die Shekhinah verborgen. (S.339) Ziel der kabbalistischen Tradition ist es, die in unserer niederen Natur gebundene Shekhinah zu befreien.

So heisst es von der Shekhinah oder Herrlichkeit Gottes, dass sie in Malkhut gebunden liegt und sich nach ihrer Befreiung der Reihe nach durch alle Sefirot von unten nach oben erhebt, um sich in einem ekstatischen Akt innerer Verklärung mit ihrem göttlichen Gemahl in Kether zu vereinen.