Spirituelle Astrologie

Spirituelle Astrologie
Spirituelle Astrologie bemüht sich, die Symbole am Himmel als lesbare Hinweise zu verstehen für eine kosmische Sprache. So langsam beginnen wir den Menschen zu begreifen als ein kleines Fraktal innerhalb einer kosmischen Grossfraktale, in der jede kleine Einheit eine Abbildung der Grossen All -Einheit und untrennbar mit dieser verbunden ist. ‚Wie oben so unten’ ist die hermetische logische Weltformel in http://kosmischesymbole.blogspot.com/
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Dienstag, 21. August 2018

Der Lebensbaum als Schöpfungsprinzip

eine Übersicht 

Der sephirotische Lebensbaum der Kabbala ist ein Symbol des Lebens im Kosmos und im Menschen. Es ist ein energetisches Konzept im Lebensleib des Menschen, dem Pranamayakosha, dem Energiekörper aus dem indischen Chakrensystem, gebildet aus Prana, dem Odem des Lebens.


Im Kosmos entspringt der Baum des Lebens auf der kosmischen Sonnenbahn zwischen den Zeichen Löwe und Krebs im Urgrund der Schöpfung und wächst entsprechend dem ptolemäischen Herrschersystem auf den 7 Aspektstufen von der Konjunktion bis zur Opposition hinauf zum Lichtpunkt zwischen den Zeichen Steinbock und Wassermann.

Die sieben Stufen des kosmischen Lebensaumes entsprechen den sieben Aspekten mit den zugehörige Aspektbildern. Die sieben Lotosblumen-Bewusstseinszentren sind identisch mit dem kosmischen Lebensbaum, der auch seine Entsprechung im Menschen hat.

Im Menschen entspricht der ganze Mensch dem Symbol des Lebensbaumes als Emanation Gottes mit seinen 10 Orten der Hinwendung zum Göttlichen auf den 7 Stufen zum Licht in Ain Soph. Diese 7 Stufen entsprechen dem Chakrensystem aus dem indischen Sat chakra nirupana und den 7 Stufen des kosmischen Lebensbaumes.

Die Hinwendung zum Göttlichen geschieht auf zweierlei Weise. Zum einen geschieht dies durch Seelenreinigung (Bhutashuddi) in jedem der 10 Sephira-Orte. Zum anderen findet die Entwicklung statt aus der Tiefe der 10. Sephira der Unbewusstheit hinauf zur 1.Sephira der Lichtbewusstheit in Ain Soph.

Jesus Christus und der Lebensbaum
Im Zentrum des sephirotischen Lebensbaumes befindet sich Tipheret, die 6.Sephira im Herzzentrum des Chakrensystems, der 12-blättrigen Lotosblume, von der jedes zweite Blütenblatt im Symbol des Salomonsiegels, dem Hexagramm aus dem Trigon der Demut (aufwärts gerichtet) und dem Trigon der Gnade (abwärts gerichtet) bereits entfaltet ist.
Hier in der 6.Sephira, der 12.blättrigen Lotosblume im Herzzentrum, da ist der Ort, wo Jesus Christus im Menschen 'wohnen' will und wohnen kann und weshalb Jesus immer wieder mit dem Herzen zu sehen ist. Und unterhalb des 12-blättrigen Herzlotos findet sich der Stille Raum im Menschen, die kleine 8-blättrige Lotosblume, eine Begegnungsstätte mit Christus in der Weihestätte des ICH BIN, dem Ashram der Seele.
Hier kann der Mensch im eigenen Inneren seine Weihestätte der Seele besuchen, wann und so oft er will. Dafür braucht er keine Häuser aus Stein und keinen Mittler zwischen sich selbst und Gott


Einkehr in die innere heilende Stille
Die Augen schliessen und das Bewusstsein 
konzentrieren im Herzzentrum,
Einkehren ins innere Heiligtum der Seele, 
Innerlich niederknien am Altar des Lebens
und emporblicken auf das ewige göttliche Licht.

Bewusst sein, Ruhe erleben,
alle Gedanken zur Ruhe bringen
und das Licht ins Herzzentrum aufnehmen.
Ganz Licht sein, bewusst sein, das Licht selbst sein.
Meditation im Licht

Samstag, 13. Februar 2016

Der Lebensbaum im Horoskop

.1 Der archetypische Lebens- und Weltenbaum
In vielen kulturellen Traditionen gibt es einen Lebens- und Weltenbaum. Astrologisch hat der Lebens- und Weltenbaum seinen  archaischen Ursprung und seine Wurzeln im weiblich-männlichen Ausgang des Löwe- und Beginn des Krebszeitalters vor etwa 11000 Jahren, als der Frühlingspunkt seinen Übergang vom Sternzeichen Löwe ins Sternzeichen Krebs hatte.


Entlang dieser Systematik streckt sich der archetypisch-kosmische Weltenbaum von 30 Grad Krebs bis 30 Grad Steinbock mit seinen sechs Kulturstufen. Der kosmische Weltenbaum findet seine Entsprechung im Rückgrat des Menschen mit den sechs Lotosblumen-Bewusstseinszentren, im sephirotischen Lebensbaum der Kabbala als dessen mittlere Achse zwischen Mond in Jesod und an dessen Spitze Saturn in Kether. In den verschiedensten Kulturen ist dieser Weltenbaum ein Symbol für das Leben als auch für das Hinaufwachsen der Menschheitsentwicklung und des Menschen aus den eigenen kulturellen Wurzeln hinauf zum Licht des Lebens.

.2 Die siebente Kulturstufe

Eigentlich sind es ja nicht sechs, sondern sieben Kulturstufen. Dies wird deutlich beim Betrachten der 1000-blättrigen Lotosblume, die alle sechs Blumenblüten 4-6-10-12-16-2 = 50 Blütenblätter in sich vereinigt. Mit der Zahl 20 malgenommen, als Symbol der alle 20 Jahre stattfindenden astrologischen 'Königskonjunktion' von Jupiter und Saturn, dem Stern von Bethlehem, die Jesus den Beinamen 'König' eingetragen hat, ist der 1000-blättrige Lotos gekennzeichnet, der in jedem Menschen veranlagt ist. 
Der 1000-blättrige Lotos ist das Symbol der siebenten Kulturstufe des Lichtes. Er verleiht dem Menschen die Energie, jedes zweite Blütenblatt der sechs unteren Lotosblumen mit einem neuen Buchstaben zu versehen, womit ein neues 25-teiliges Alphabeth im Lebensbaum des Menschen entstehen kann. Bis heute ist jedes zweite Blütenblatt der Lotosblumen-Energie nach den Seins-Prinzipien im Menschen bereits ausgebildet. Die dazwischen liegenden Blütenblätter werden in der siebenten Kulturstufe des Lichtes zu einer neuen Sprache des Lichtes führen.


.3 Energien der Chakren und kabbalistische Sephirot


Nach gründlichem Studium des Buches 'Die Kabbala als christlich-jüdischer Einweihungsweg' von Elias Benedikt kann auch der kabbalistische Sefirot-Lebensbaum als eine Analogie zur energetischen Lebensbaum-Weltenachse erkannt werden. 


In der beigefügten Grafik sind die Entsprechungen der Lotosblumen-Bewusstseinszentren im Menschen mit den  Sefirot Bewusstseinsräumen auf der mttleren Shekhinah Lebensachse enthalten. Sie sind die 'Seins-Prinzipien' unserer seelischen Erdenwirklichkeit.


Elias Benedikt beschreibt in seinem Buch, in welcher Weise die drei Säulen des sefirotischen Lebensbaumes den drei Hauptbahnen der Shushumna, Ida und Pingala im Kundalini-Yoga entsprechen. Die nebenstehende Zeichnung zeigt die Entsprechungen der Lotosblumen-Bewusstseinszentren mit den Sephirot im Lebensbaum.


Die sieben Chakren stehen in enger Beziehung zu den sieben entelechialen Ebenen oder Bewusstseinsstufen des Kabbala-Lebensbaumes (S.333 und 334).


Nach den Seins-Prinzipien hat der 4-blättrige Wurzellotos im Menschen seine Entsprechung zu Malkhut, dem Königreich, das ebenfalls vier Unteraspekte in den vier Elementen hat.

Das Sakral- oder Sexualzentrum (Svadhisthana-Chakra) als sechsblättriger Lotos hat seine Entsprechung zu Jesod.
Manipura-Chakra mit seinem Sitz im Solarplexus entspricht der Hod-Nezach-Ebene

Manipura ist das Zentrum unserer vegetativen Steuerung, unserer Vitalkraft und unserer Empfindsamkeit.

Anahata-Chakra, der zwölfblättrige Lotos des Herzens, entspricht der Sephira Tiferet. Beide verkörpern die Wesensmitte des Menschen. Das Besondere am Herzzentrum ist das sechsstrahlige Hexagramm, ein Weisheitssymbol aus den beiden Trigonen der Demut und der Gnade und unterhalb das kleine Stille Kämmerlein, in dem das Ich Bin, das innere Licht des Lebens und der Liebe bewusst gemacht werden kann.

Geburah und Hesed korrespondieren mit dem Hals- oder Vishudda-Zentrum, dem 16-blättrigen Lotos.


Das sechste Zentrum ist das Ajna-Chakra, der zweiblättrige Lotos an der Stirn zwischen den Augen, dort wo das dritte Auge seinen Sitz hat. Dieses Zentrum korrespondiert mit der Sephiroth-Ebene Binah und Chokhmah. 

Das Sahasrara-Zentrum ist die Entsprechung zwischen Kether und dem 1000-blättrigen Lotos. Beide sind Sitz des höchsten Bewusstseins, das alle anderen Zentren energetisch mit einschliesst und das den Erwachten in einen hellen Lichtschein hüllt.

In der Yoga-Tradition möchte die im Menschen im vierblättrigen Lotos schlummernde göttliche Kundalini-Energie erweckt und zur Entfaltung gebracht werden. Diese Schau entspricht völlig der Kabbala. In der Sefira Malkuth liegt die Shekhinah verborgen. (S.339) Ziel der kabbalistischen Tradition ist es, die in unserer niederen Natur gebundene Shekhinah zu befreien.

So heisst es von der Shekhinah oder Herrlichkeit Gottes, dass sie in Malkhut gebunden liegt und sich nach ihrer Befreiung der Reihe nach durch alle Sefirot von unten nach oben erhebt, um sich in einem ekstatischen Akt innerer Verklärung mit ihrem göttlichen Gemahl in Kether zu vereinen.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Astrologische Zukunftsvorhersagen

.1 Zukunftsvorhersagen allgemein
Wenn Fragen gestellt werden über zukünftige Entwicklungen, so ist die Astrologie überfordert. Es ist aber folgender Zusammenhang von Bedeutung:
Als kosmische Wesen sind wir nicht allein, sondern haben Begleiter, denen wir uns anvertrauen dürfen. Je nach eigener Entwicklung hat auch die Begleitung eine bestimmte Entwicklung, um uns angemessen beraten zu können. Wir selbst können nach unserem Hinschied auch zu einer solchen Begleitung werden.

Wenn wir also eine Zukunftsfrage haben, so legen wir uns die Tarotkarten nach bestimmten Legesystemen und kommen zu bestimmten, gemeinsam mit unserer Begleitung inspirativ und einfällig gegebenen Aussagen. Ich selbst verwende das Tarot Kabbalistico, ein kombiniertes Tarot- und Kabbala-System.

Die Aussagen allein aus Tarotkarten zu bestimmen und nach Tarotbüchern festzulegen, führt oft zu Fehlaussagen.  Bei dem kombinierten System des Tarot Kabbalistico entscheidet der vierfache sephirotische Lebensbaum über die Richtigkeit der Tarot-Aussage.


.2 Lebensstationen nach der API-Altersprogression
Die API-Altersprogression ist keine Zukunftsvorhersage, sondern es sind Lebensskript-Stationen, bei denen dem Menschen vorbestimmte Themen nach einem kosmischen Altersschlüssel vor die Füsse geworfen werden. 
Ob der Mensch diese Themen annimmt oder nicht, das ist allein seine Entscheidung. 
Das wichtigste Lebensthema ist hierbei der Zeitpunkt, wenn der Alterspunkt in Konjunktion über die Sonne, im Quadrat oder in Opposition zur Sonne geht. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, etwas Neues zu beginnen, alles umzukrempeln oder wieder neu zu beginnen bzw. alles zu erneuern

Nach meiner Erfahrung ist die bedeutendste Wahrnehmung, die wir nach diesem Altersschlüssel machen können, das ist die Konjunktion, die Opposition und das Quadrat des Alterspunktes zur Sonne. Wir sollten dies als eine Chance begreifen, das derzeitige Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit.
Nach meiner Erfahrung ist die bedeutendste Wahrnehmung, die wir nach diesem Altersschlüssel machen können, das ist die Konjunktion, die Opposition und das Quadrat des Alterspunktes zur Sonne. Wir sollten dies als eine Chance begreifen, das derzeitige Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit.

Nach meiner Erfahrung ist die bedeutendste Wahrnehmung, die wir nach diesem Altersschlüssel machen können, das ist die Konjunktion, die Opposition und das Quadrat des Alterspunktes zur Sonne. Wir sollten dies als eine Chance begreifen, das derzeitige Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit.
Nach meiner Erfahrung ist die bedeutendste Wahrnehmung, die wir nach diesem Altersschlüssel machen können, das ist die Konjunktion, die Opposition und das Quadrat des Alterspunktes zur Sonne. Wir sollten dies als eine Chance begreifen, das derzeitige Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit.
Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit
Nach meiner Erfahrung ist die bedeutendste Wahrnehmung, die wir nach diesem Altersschlüssel machen können, das ist die Konjunktion, die Opposition und das Quadrat des Alterspunktes zur Sonne. Wir sollten dies als eine Chance begreifen, das derzeitige Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit.
Denken, Wollen und Handeln in Einklang zu bringen mit dem Wollen unserer inneren göttlichen Wesenheit

.3 Der kosmische Altersschlüssel
Es dauert ein ganzes platonisches Weltenjahr von 25920 Jahren, in denen der Frühlingspunkt einmal die ganze Ekliptik umrundet und wieder zu seinem Ausgangspunkt auf 0 Grad Löwe/30 Grad Krebs, dem Urgrund der Schöpfung zurückkehrt.

Für einen Durchlauf durch einen Weltenmonat braucht der Frühlingspunkt 25920 dividiert durch 12 (Sternzeichen) = 2160 Jahre.

Ein Weltentag ist die Zeit, die uns Menschen zur Verfügung steht, um unsere Aufgaben zu erfüllen. Dieser Weltentag dauert 2160 dividiert durch 30 (Grade in denen der Frühlingspunkt ein Zeichen durchläuft) = 72 Jahre, ein erfülltes Leben.

Eine kosmische Weltenstunde dauert 72 dividiert durch 12 (Zeichen) = 6 Jahre. Das ist die Zeit, die der Alterspunkt braucht, um durch ein Sternzeichen zu wandern. Das ist der kosmische Altersschlüssel von 6 Jahren für eine Zeichen-Wanderung am Firmament. D.h. wir Menschen erhalten alle 6 Jahre neue kosmische Energien

Zum Vergleich, Altersprogression nach http://starfish-astrologie.blog.de/2012/09/22/lebensuhr-horoskop-14859802/#commentForm_msg

Donnerstag, 6. März 2014

Zusammenhänge in der kosmischen Ordnung

Typen, Ereignisse, Muster und Strukturen
Wenn wir nachts in den Himmel schauen, entdecken wir die kosmischen Lichter, angefangen mit den hellsten Typen Sonne, Mond und Venus, die mal Abendstern und mal Morgenstern ist. Kosmische Ereignisse, wie z.B. Konjunktionen haben die Menschen seit den Sumerern schon immer in Staunen versetzt und ihnen Namen gegeben, z.B. die Königskonjunktion von Jupiter und Saturn. Durch Beobachtung, Dokumentation und Schlussfolgerung wurden wiederkehrende Muster gefunden, die eine Interpretation in die Zukunft möglich machten, wie z.B. das Vorhersagen einer Sonnen- oder Mondfinsternis, das Vorhersagen des Zeitpunktes, wann die Sonnensichel wieder am Himmel erscheint und wann Venus vom Morgenstern auf den Abendstern wechselt. 
Zu Zeiten des avatarischen Menschen im Krebs-, Merkur- und Stierzeitalter wurden die Typen der kosmischen Ereignisse noch direkt als Archetypen geschaut, wie z.B. die Sonne als 'Der Vater', der Mond als 'Die Mutter mit dem Kind', die Venus als 'Die Göttin', der Mars als 'Der Krieger', Merkur als 'Der Götterbote' usw. Die Verbindung und Verknüpfung von kosmischen Ereignissen wurden als wiederkehrende Muster erkannt, die im Leben der Menschen als Schicksalsgeschehen gedeutet werden konnten. 
Aus den wiederkehrenden Mustern formten sich im avatarischen Bewusstsein der Menschen die archetypischen Bilder und übersinnlich-menschlische und göttliche Welten mit mythologischen Geschehnissen und grandiose Epen, wie z. Homers Odysse und Ilias, Inanna und Ereshkigal, das Gilgamesh Epos, das indische Mahabharata u.a. Wir Menschen des Wassermann-Zeitalters haben dieses avatarische Bewusstsein verloren, können uns diese Strukturen aber durch Imagination und Inspiration wieder verfügbar machen und intellektuell wieder mit ihnen leben.


Die Tetractys
Die Tetractys war ein Schlüsselbegriff der pythagoräischen Kosmologie, indem der Kosmos nach mathematischen Regeln harmonisch vom Allgemeinen auf ein kosmisch-göttliches Ziel hin geordnet ist. Die Tetractys ist geordnet nach den Zahlen 1 bis 4, der Zahl der Erde. Die Summe der Zahlen 1, 2, 3 und 4 ergibt die 10 als ordnende Grundzahl des Dezimalsystems.
Schon manche Pythagoräer nahmen an, dass es zehn für den Menschen ordnende und astrologisch evidente Himmelskörper geben müsse, die wir heute in der Astrologie in ihrem komplexen Zusammenwirken deuten. 

In der Kabbala spielt die Zahl 10 mit den 10 Meditationsorten der göttlichen Inspiration und Versenkung im sephirotischen Lebensbaum eine besondere Rolle. 

Die drei oberen Punkte symbolisieren die Zahlen 1, 2 und 3 und bedeuten kabbalistisch die obere Triade; im Tarot ist dies 'Der König' als oberste Hofkarte. In der indischen Samkhya-Philosophie mit den drei Guñas (wirklichkeitsbestimmende Elemente*) entspricht dieser Bereich dem Sattva, das Seiende/die Weisheit

Die dritte Reihe der Tetractys mit der Spitze nach oben, im Sephirot-Lebensbaum mit den Zahlen 4, 5 und die unaussprechliche noch nicht entfaltete Sephira ist die mittel-obere Triade mit der Bedeutung im Tarot 'Die Königin'
Die dritte Reihe mit der Spitze nach unten mit den Zahlen 4, 5 und 6 bedeutet kabbalistisch die mittel-untere Triade; im Tarot 'Der Ritter' 
Der gesamte mittlere Bereich entspricht im Samkhya dem Rajas, die Bewegung

Die vierte Reihe der Tetractys mit den vier Zahlen 7, 8, 9 und 10 bedeutet kabbalistisch das Unbewusste und entspricht im Tarot 'Der Bube', im Samkhya dem Tamas, die Trägheit


* Der Urmaterie Prakriti werden im Samkhya drei Gunas (Eigenschaften) zugeordnet:
  • Sattva (das Seiende, Reinheit, Klarheit),
  • Rajas (Bewegung, Energie, Leidenschaft) und
  • Tamas (Trägheit, Finsternis, Schwere).


Einblick in die kosmische Ordnung Ich sehe das Problem der Bestätigung der Richtigkeit von Astrologie in der Deutung der kosmischen Ereignisse und der erkenn- und deutbaren Muster.
Es geht also um 1. die Typisierung der für den Menschen aus geozentrischer Sicht berücksichtigten astrologischen Elemente, 2. das Ereignis, z.B. Mars im Krebs, 3. etwas tiefer um die Verhaltensmuster bei solchen Ereignissen, und 4. noch tiefer um das strukturelle Zusammenwirken solcher Verhaltensmuster.


1. Der Typ
Die in der Astrologie gebräuchlichen Planeten treten als Archetypen in Erscheinung. Zu den Typen gehören aber auch die Zeichen, Häuser ud Aspektlinien
2. Das Ereignis
Als Astrologin und Astrologe können wir bei der Deutung von Mars im Krebs verharren und dies z.B. als einen Widerstand gegen mütterliche Fürsorglichkeit deuten.

3. Das Muster
Bei der psychologischen Einblicknahme in ähnliche Situationen der Vergangenheit entdecken wir ein Muster, das öfter wiederholt wird. Dieses Muster richtig zu deuten, gehört zur Aufgabe des psychologischen Astrologen

4. Die Struktur
Um die erkannten Muster psychodynamisch richtig deuten zu können, sollte die dahinter stehende unsichtbare Struktur imaginativ wahrgenommen werden. Hierfür ist Imagination, also Einblick in die dahinter befindliche Welt der archetypischen und mythologischen Bilder erforderlich.

Wir können uns als Astrologen auf allen vier Ebenen bewegen und unsere Deutungen vornehmen.